Quer durch Berlin

Urbanes Abenteuer - einmal quer durch Berlin (1 Tag)
(so gut wie identisch mit 1.2. -diesmal getestet von Falk
Bruder mit weiteren Anregungen)

Von all den urbanen Abenteuern, die man in den drei
großen Kanustädten Deutschlands - dies sind neben
Berlin noch Leipzig und Hamburg – erleben kann,  gehört die Tour quer durch die Hauptstadt zu den interes-
santesten und abwechslungsreichsten Touren durch ein verzweigtes System aus natürlichen Fluss-
läufen und Kanälen.

Beginnen wir die Tour in Alt-Treptow, im Osten der Stadt. Bei der Insel der Jugend finden wir am Ende der
Bulgarischen Straße einen großen Parkplatz. Auch für den Einstieg auf die Spree ist schnell ein günstiges
Uferplätzchen gefunden.

Zwischen den Bezirken Friedrichshain-Kreuzberg und Treptow, später Neukölln, führt der Landwehrkanal von
der Spree ab und ermöglicht auch muskelkraftbetriebenen Booten die Stadtdurchquerung. Der eigentliche
Flusslauf der Spree ist zwischen Oberbaumbrücke und Kanzleramtssteg für eine Befahrung mit Kanus und
Ruderbooten ganzjährig gesperrt.

Der Wasserstand und damit auch die Zufahrt des Landwehrkanals wird an beiden Enden durch Schleusen
geregelt. Die Schleusenzeiten von Ober- und Unterschleuse (vom 1.4. bis 31.10. täglich 11:15 bis 20:45 Uhr)
sind zu beachten, ein Umtragen der Schleusen ist nicht möglich. Änderungen dieser Betriebszeiten kann man
über www.elwis.de erfahren.

Empfohlene Pausenplätze auf der Strecke sind z.B. der Urbanhafen und der Bereich des Berliner Tiergartens
(hier bitte nur das „öffentliche“ Ufer betreten) – an diesen Plätzen ist ein einfaches Anlanden mit dem
Paddelboot möglich. Ansonsten machen die oftmals steilen Kanalwände links und rechts ein Anlegen schwer.
Auch sind viele interessante Einrichtungen (z.B. das deutsche Technikmuseum) nur per Blick zu erhaschen,
ein Besuch ist nicht möglich, da man dort nicht bequem ans Ufer kommt. Wenn Berlin noch näher ans Wasser
rückt, entstehen vielleicht bald auch mehr für Kanuten geeignete Ein- und Ausstiegsstellen.

Auf allen Berliner Wasserwegen ist mit Schifffahrt zu rechnen, vor allem auf den engen Kanalstrecken ist
Vorsicht geboten. Berufsschifffahrt hat stets Vorfahrt, bei der Sportbootschifffahrt muss der „Stärkere“
(Motorboote) dem „Schwächeren“ (Kanus, Ruderboote, Segelboote) Vorfahrt gewähren. Verlassen sollte
man sich aber nicht darauf.

Während auf dem Landwehrkanal nur Ausflugsschiffe fahren ist auf der Spree unterhalb Charlottenburg auch
mit Frachtverkehr zu rechnen. Hier befindet sich auch die dritte Schleuse der Tour. Die Charlottenburger
Schleuse ist ganzjährig in Betrieb, von April bis Oktober von 6:00 – 24:00 Uhr.

Das Ende der Tour erreicht man in Spandau (man kann natürlich auch schon früher an geeigneten Stellen
aufhören) – wir sind bis zu den Sportfreunden vom PC Wiking nach Berlin-Gatow gepaddelt (neben
dem Bootshausgelände gibt es auch öffentliche Zugänge zum Ufer). Dann beträgt die Gesamtstrecke
etwa 29 Kilometer. Mit Pausen und durch eventuelle Wartezeiten an den Schleusen sollte man mit
mindestens 7 – 8 Stunden rechnen.

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