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Quer durch Berlin

Von all den urbanen Abenteuern, die man in den drei großen Kanustädten Deutschlands - dies sind neben Berlin noch Leipzig und Hamburg – erleben kann,  gehört die Tour quer durch die Hauptstadt zu den interessantesten und abwechslungsreichsten Touren durch ein verzweigtes System aus natürlichen Flussläufen und Kanälen.

Beginnen wir die Tour in Alt-Treptow, im Osten der Stadt. Bei der Insel der Jugend finden wir am Ende der Bulgarischen Straße einen großen Parkplatz. Auch für den Einstieg auf die Spree ist schnell ein günstiges Uferplätzchen gefunden.

Zwischen den Bezirken Friedrichshain-Kreuzberg und Treptow, später Neukölln, führt der Landwehrkanal von der Spree ab und ermöglicht auch muskelkraftbetriebenen Booten die Stadtdurchquerung. Der eigentliche Flusslauf der Spree ist zwischen Oberbaumbrücke und Kanzleramtssteg für eine Befahrung mit Kanus und Ruderbooten ganzjährig gesperrt.

Der Wasserstand und damit auch die Zufahrt des Landwehrkanals wird an beiden Enden durch Schleusen geregelt. Die Schleusenzeiten von Ober- und Unterschleuse (vom 1.4. bis 31.10. täglich 11:15 bis 20:45 Uhr) sind zu beachten, ein Umtragen der Schleusen ist nicht möglich. Änderungen dieser Betriebszeiten kann man über www.elwis.de erfahren.

Empfohlene Pausenplätze auf der Strecke sind z.B. der Urbanhafen und der Bereich des Berliner Tiergartens (hier bitte nur das „öffentliche“ Ufer betreten) – an diesen Plätzen ist ein einfaches Anlanden mit dem Paddelboot möglich. Ansonsten machen die oftmals steilen Kanalwände links und rechts ein Anlegen schwer. Auch sind viele interessante Einrichtungen (z.B. das deutsche Technikmuseum) nur per Blick zu erhaschen, ein Besuch ist nicht möglich, da man dort nicht bequem ans Ufer kommt. Wenn Berlin noch näher ans Wasser rückt, entstehen vielleicht bald auch mehr für Kanuten geeignete Ein- und Ausstiegsstellen.

Auf allen Berliner Wasserwegen ist mit Schifffahrt zu rechnen, vor allem auf den engen Kanalstrecken ist Vorsicht geboten. Berufsschifffahrt hat stets Vorfahrt, bei der Sportbootschifffahrt muss der „Stärkere“ (Motorboote) dem „Schwächeren“ (Kanus, Ruderboote, Segelboote) Vorfahrt gewähren. Verlassen sollte man sich aber nicht darauf.

Während auf dem Landwehrkanal nur Ausflugsschiffe fahren ist auf der Spree unterhalb Charlottenburg auch mit Frachtverkehr zu rechnen. Hier befindet sich auch die dritte Schleuse der Tour. Die Charlottenburger Schleuse ist ganzjährig in Betrieb, von April bis Oktober von 6:00 – 24:00 Uhr.

Das Ende der Tour erreicht man in Spandau (man kann natürlich auch schon früher an geeigneten Stellen aufhören) – wir sind bis zu den Sportfreunden vom PC Wiking nach Berlin-Gatow gepaddelt (neben dem Bootshausgelände gibt es auch öffentliche Zugänge zum Ufer). Dann beträgt die Gesamtstrecke etwa 29 Kilometer. Mit Pausen und durch eventuelle Wartezeiten an den Schleusen sollte man mit mindestens 7 – 8 Stunden rechnen.